14.September 2008

Seit dem 09.August hat sich wieder einiges in meinem Leben ereignet, Zeit euch wieder mal darüber auf dem Laufenden zu halten.

Ich stecke zwar immer noch in meinem Loch und weiß auch immer noch nicht, wie ich da wieder rauskommen soll, aber seit dem 01.September habe ich zumindest schon mal einen festen Therapieplatz, worüber ich mich sehr gefreut habe und auch immer noch freue. Hoffentlich kann mir mein Therapeut aus dem Loch und der Krise heraushelfen und mir wieder mehr Mut machen, damit ich wirklich aus tiefstem Herzen „JA“ zum Leben sagen kann, ohne gleich wieder eine Einschränkung oder ein „aber“ hinterher zu schieben… Gemeinsam werden wir an mir arbeiten, und er hat mir schon gesagt, dass das kein Zuckerschlecken, sondern harte Arbeit werden wird. Ich bin gespannt!

Einer der schönsten Tage im vergangenen Monat war Mittwoch, der 20.08.2008, denn an diesem Tag ist um 12.12Uhr der kleine Robin geboren, der mein Patenkind wird, und den ich schon jetzt in mein Herz geschlossen habe. Bei seiner Geburt war Robin 48cm groß und wog 3240g. Ich hab mich riesig darüber gefreut, dass meine Cousine und ihr Mann mich tatsächlich gefragt haben, ob ich mir vorstellen könnte, auch bei Robin Patentante zu werden, nachdem ich ja schon bei ihrer Tochter Zoe-Sophie die Patentante bin.                                                   Natürlich habe ich Robin noch am selben Tag, an dem er per Kaiserschnitt das Licht der Welt erblickt hat, bestaunt und fotografiert. Ich war ziemlich fasziniert davon, wie klein er war, ich konnte mich kaum noch daran erinnern, dass Zoe vor einem guten Jahr ja noch ebenso winzig war… Sie kommt mir immer noch so klein vor, aber im Vergleich zu Robin ist sie doch schon ziemlich groß.                                                                                    Als ich nach dem Besuch bei Robin und seiner Mama (und meiner Oma, die zur gleichen Zeit im gleichen Krankenhaus lag) aus dem Krankenhaus kam, bemerkte ich, dass dort ein Regenbogen über der Klinik zu sehen war. Na, wenn das kein gutes Zeichen ist, dann weiß ich ja auch nicht.                                                                                         (Habt ihr übrigens schon mal darüber nachgedacht, warum das Ding eigentlich „Regenbogen“ heißt??? Es könnte ja eigentlich genauso gut „Sonnenbogen“ heißen, denn zur Entstehung eines solch wundervoll bunten Bogens am Himmel braucht es schließlich beides: sowohl Regen, als auch die Sonne... Wenn ihr eine gute Erklärung dafür habt, warum das bunte Dings am Himmel also „Regenbogen“ und nicht „Sonnenbogen“ heißt, dann wäre ich euch dankbar, wenn ihr mir diese mitteilen würdet…)

In der gleichen Woche, in der Robin geboren wurde, hatte ich noch die Gelegenheit, kostbare Zeit mit meinem „ältesten“ Patenkind Taja zu verbringen, worüber ich mich riesig gefreut habe. Taja ist am 16.Oktober 2002 geboren, sie ist jetzt also schon ein „großes“ Mädchen.                                                                                                                          Leider sehe ich Taja nicht sehr oft, da sie mit ihren Eltern und ihren beiden jüngeren Geschwistern in der Ukraine lebt, wo der Papa als Pastor/Missionar tätig ist.                    Darum habe ich mich um so mehr gefreut, dass wir es in diesem Jahr geschafft haben, uns zu treffen, und sogar ein Wochenende verabredet haben, an dem Taja bei mir übernachten durfte.                                                                                                                                Und dieses Wochenende war im August. Taja hat vom 23. auf den 24. August bei mir übernachtet. Zuerst haben wir zusammen eingekauft, dann Mittag gegessen, dann sind wir nach Uelzen gefahren, wo wir zuerst auf dem Spielplatz getobt haben und wo Taja mir tollkühne Kunst- und Kletterstücke vorgeführt hat, dann haben wir im angrenzenden Tierpark nach ein paar Tieren Ausschau gehalten und zum Schluss haben wir noch den Robin, seine Mama und meine Oma im Krankenhaus besucht, bevor wir wieder nach Hause gefahren sind.                                                                                                                            Als wir wieder bei mir zu Hause waren, war es nach einem kurzen Spaziergang auch schon wieder Zeit, das Abendbrot vorzubereiten, dass wir gemütlich auf dem Sofa ähnlich einem Picknick zu uns genommen haben, während wir uns „Bambi“ angeguckt haben.                                          Danach haben wir uns bettfertig gemacht und sind in das kuschelige Bett geschlüpft, wo wir noch ein wenig getobt haben und dann noch eine gute Nacht Geschichte angehört haben.                                                                                                                          Am nächsten Morgen haben wir versucht auszuschlafen, haben noch lange im Bett gelegen und getobt, aber auch gekuschelt, bevor wir in aller Ruhe gefrühstückt haben. Danach waren wir draußen im Garten und haben noch einen ausgedehnten Waldspaziergang gemacht.                                                                                                                           Gerade, als wir vom Spaziergang zurückkamen, kamen auch Taja’s Eltern, um ihre große Tochter wieder abzuholen. Taja und ich hatten in der gemeinsamen Zeit viel Spaß zusammen, und ich freue mich schon auf ein Wiedersehen mit ihr.

Leider plagten mich seit dem „Taja-Wochenende“ allerdings auch Zahnschmerzen. Sie begannen an genau dem Samstag. Zuerst ließen sie sich noch mit Schmerzmitteln gut in Schach halten, aber ab Sonntagmittag halfen die Schmerzmittel nicht mehr. Ich konnte schlucken was und wie viel ich wollte, die Schmerzen gingen nicht weg, sie wurden nicht mal gemildert. Ich bin fast die Wände hoch gegangen. Den ganzen Sonntagnachmittag vegetierte ich nur noch auf dem Sofa vor mich hin, darauf wartend, dass es endlich Montag werden würde, damit ich zu meiner Zahnärztin nach Uelzen fahren konnte.                                                                     Als ich dann am Montagmorgen nach einer anstrengenden, fast schlaflosen Nacht aufgestanden bin, hätte ich mich im Spiegel selber fast nicht erkannt. Die ganze linke Wange war geschwollen. Ich sah aus wie mutiert, und das am Hochzeitstag meiner Eltern…                                                                                 Ich bin also gleich los nach Uelzen, zu meiner Zahnärztin gefahren. Nach einiger qualvoller Zeit im Wartezimmer durfte ich dann endlich zu ihr rein, noch nie in meinem ganzen Leben habe ich mich so darüber gefreut, endlich im Zahnarzt-Behandlungsstuhl Platz nehmen zu dürfen, wie an jenem Tag!                                                                                               Meine Zahnärztin vermutete, dass ein einziger Zahn für diese Entzündung und den ganzen Schlamassel verantwortlich sei, bohrte ihn auf, damit der Eiter abfließen könnte und sollte und entließ mich mit einem Antibiotikum und einem Schmerzmittel wieder nach Hause.                                                                                                                                   Gegen Mittag hatte die Schwellung noch weiter zugelegt, und als ich in der Praxis anrief, um zu fragen, was ich machen sollte, rieten sie mir, so schnell wie möglich wieder zu kommen. Das tat ich dann auch, allerdings war „meine“ Zahnärztin schon weg, aber ein netter Kollege von ihr war bereit, mich sofort zu behandeln.                                                          Er erkannte, dass ich eine Zyste im Oberkiefer hatte, die sich dort wahrscheinlich schon seit Jahren gebildet hatte, und das völlig unbemerkt, weil symptomlos…                            Doch jetzt hatte sie sich entzündet und war regelrecht „explodiert“. Sie hatte schon einiges an Knochen im Kiefer verdrängt, und war jetzt mittlerweile bereits zum Gaumen durchgebrochen, was ich an einer Beule, die sich seit dem Vormittag am Gaumen zu bilden begonnen hatte, merken konnte. Er öffnete die Zyste, indem er sie mit einem Skalpell aufschnitt, damit der Eiter abfließen konnte und stopfte dann noch „Tamponade“ in das entstandene Loch. Damit war ich für diesen Tag erstmal fertig.                                                                                      Die Entzündung war echt heftig, abends hatte ich sogar über 40° C Fieber, und ich fühlte mich hundeelend. Die nächsten Tage war ich noch immer schlapp und fiebrig und schleppte mich fast täglich nach Uelzen zu meiner Zahnärztin.                                                                                                                                 Am 01.September hatte ich dann sowieso einen Termin bei einem Kieferchirurgen, da zwei meiner Weisheitszähne gezogen werden müssen, allerdings auf der rechten Seite, die Zyste aber war links… Die Zyste hatte jetzt aber definitiv Vorrang, und ich habe sofort einen OP-Termin für den 08.September bekommen.                                                                    Letzten Montag wurde die Zyste also operativ aus dem Kiefer entfernt, zurückgeblieben ist ein ziemlich großes Loch im Kieferknochen, das hoffentlich im Laufe der Zeit wieder zuwachsen wird. Die Zyste war wohl schon recht groß und reichte bis in die Nase herein. Das tückische an so einer Zyste ist, dass sie halt über Jahre hinweg wächst, ohne irgendwelche Probleme zu bereiten. Man merkt nichts davon, bis sie dann auf einmal „explodiert“. Aber wenn sie nicht gerade „explodiert“ hat man eigentlich kaum eine Chance, sie zu bemerken, außer vielleicht auf Röntgenbildern…

Am 30.August fand unser traditionelles und allseits beliebtes Unterlüßer Dorffest statt. Es war in diesem Jahr wirklich sehr gut besucht, und meine Freundin und ich hatten unseren Spaß, auch wenn wir der Meinung sind, dass wir an der Cocktail-Bar etwas angeschmiert worden sind…                                                                                                        Denn wie ist es wohl sonst zu erklären, dass wir im vergangen Jahr bereits nach zweieinhalb „Sex on the beach“ dermaßen angetrunken waren, dass wir das noch am nächsten Tag deutlich bereuten, und sich in diesem Jahr noch nicht mal nach 4 (!!!) „Sex on the beach“ ein leichter Rauschzustand einstellen wollte???                                                      Ich wette ja, dass die in diesem Jahr am Alkohol gespart haben und gar keinen rein gemacht haben…                                                                                                                     Hallo??? Vier „Sex on the beach“ und nicht mal ein wenig angeheitert??? Das kann ja wohl nicht sein, oder??? Und das auch noch, wo wir doch auch noch Wein, eine Altbierbowle und ein Bier zwischendurch hatten… Also irgendwas kann doch da nicht stimmen…                                                         Gut daran war natürlich, dass das Bett in der Nacht mal nicht zum Karussell geworden ist, ich keinen Eimer am Bett brauchte, und am darauf folgenden Sonntag habe ich auch nicht so lange gebraucht, um wieder durchzukommen…                           Aber trotzdem fand ich das Dorffest in diesem Jahr ziemlich cool, und war froh, dass ich am Samstag wenigstens wieder so fit war, dass ich dort hingehen konnte, auch wenn ich wegen der Zyste im Kiefer noch nicht wirklich essen konnte…

Nachdem ich bereits seit Juni geplant hatte, mir eine kleine Katze zu besorgen, damit ich ein Tierchen ganz allein für mich habe, um das ich mich kümmern muss, und für das ich sorgen muss, quasi als Therapiemaßnahme, war es am 05.September endlich soweit.                                       Ich habe mir eine süße kleine Katze vom Bauernhof einer Bekannten abgeholt und mit mir nach Hause genommen. Mein Plan war, wieder etwas mehr Lebensmut und –willen durch sie zu bekommen, denn schließlich wäre sie ja auf mich angewiesen, sie bräuchte mich ja… Aber irgendwie kam es dann doch anders als geplant.                                       „Krisu“- so hatte ich sie genannt, war wirklich zum Knuddeln süß und sehr anhänglich. Ich musste immer aufpassen, wo ich langging, denn sie hatte so ein Talent immer genau unter meine Füße zu rennen, während ich sie zum Gehen anhob.                                               Nur leider musste ich feststellen, dass ich allergisch auf sie reagierte. Ich bekam Schnupfen, musste ständig niesen, bekam schlecht Luft und hatte das Gefühl, dass mein Hals immer mehr zuschwoll. Das fand ich sehr seltsam, zumal wir ja auch noch eine andere Katze, unsere Familienkatze Bonny im Haus leben hatten, auf die ich nicht (mehr) allergisch reagierte.                                                                                  Ich versuchte den Kontakt zu Krisu zu minimieren und zu reduzieren. Ich sperrte sie in meinem Büro ein, während ich mich mehr im Wohnzimmer oder Schlafzimmer aufhielt. Aber das war ja keine dauerhafte Lösung. Also beschloss ich schweren Herzens, sie wieder zum Bauernhof zurückzubringen. Am Donnerstag darauf habe ich sie dann also wieder zurückgebracht, wo sie auch sofort aus dem Korb auf ihre Geschwister zusprang. Ich weiß, dass sie es dort gut haben wird, aber traurig bin ich schon, dass ich sie nicht behalten konnte.                                                                                                                                Zumal wir gleich am Tag darauf, also am Freitag, den 12.September 2008 unseren Liebling Bonny einschläfern lassen mussten. Bonny war schon sehr alt und war in letzter Zeit immer sehr schlapp. Wir machten uns schon länger Sorgen um sie, schoben es aber immer vor uns her, mit ihr zum Tierarzt zu gehen, weil wir ahnten, dass sie uns raten würden, sie einschläfern zu lassen, und das wollten wir nicht.                                                   Bonny war nicht nur ein Haustier. Bonny war ein vollwertiges Familienmitglied, schließlich lebte sie schon weit über 15 Jahre mit und bei uns. Ein Leben ohne Bonny, das konnten und wollten wir uns nicht vorstellen.                                                                                Aber nun musste es also doch sein. Und so haben wir sie von ihrem Leid erlösen lassen. Meine Schwester Carina und ich waren bei ihr, als sie die letzte Spritze bekam, wir haben sie gestreichelt – bis zum Schluss.                                                                                              Als wir nach Hause kamen haben wir einen schönen Platz im Garten für sie ausgesucht, einen, an dem sie auch zu Lebzeiten schon mal ganz gern gelegen hat. Dort haben wir sie begraben und ihr noch eine schöne gelbe Blume (ich glaube es ist eine Herbstaster, aber ich bin ja zum Glück kein Gärtner und muss mich damit nicht so genau auskennen) auf das Grab gepflanzt.                                                                                                                     Jetzt ist sie also im Katzenhimmel, wo sie bestimmt schon auf ihre beiden Brüder Karlo und Flecki gestoßen ist, die schon vor ihr von uns gegangen sind. Wir sind dankbar dafür, dass wir so eine schöne und lange Zeit mit Bonny verbringen durften und wir sind uns sicher, dass sie ein schönes, erfülltes Katzenleben hatte.

So, jetzt habe ich schon wieder eine ganze Menge geschrieben. Ihr seht also, es war nicht langweilig bei mir im vergangenen Monat, und es wird auch noch spannend weitergehen. Wie bereits erwähnt müssen ja noch die beiden Weisheitszähne rechts gezogen werden, dann steht mir noch eine Knie-OP bevor, nachdem das linke Knie ja bereits im Anfang Juni operiert worden war (ich habe Verschleiß hinter den Kniescheiben, da sie zu weit nach außen sitzen und so ständig auf den Knochen reiben, was ziemlich schmerzhaft ist, da dadurch die Knorpelschicht hinter der Kniescheibe aufgerieben wird, so dass an manchen Stellen schon gar kein Knorpel mehr vorhanden ist…), steht mir nun noch eine Knie-OP am rechten Knie vor, und irgendwann auch noch eine größere OP am linken Knie, bei der die Kniescheibe versetzt werden soll… Im Moment ist das linke Knie aber mal wieder stark angeschwollen, so dass die OP am rechten Knie noch etwas warten muss, bis das linke Knie wieder einigermaßen erholt ist… Das kann ja noch was werden…

Ihr seht also, es wird spannend weitergehen! Schaut also ab und zu mal hier vorbei, ob es schon wieder was Neues gibt. Ach ja, habt ihr übrigens schon die neuen Fotos bemerkt, die ich hochgeladen habe? Nein, na dann viel Spaß beim Fotos angucken!

Ganz liebe Grüße,

Krischi!