26.Juni 2009

 

Meine Güte, die Zeit rast aber auch… Jetzt ist es schon über ein halbes Jahr her, dass ich mein „Homepage-Tagebuch“ mal wieder aktualisiert habe… Das ist mir ja fast schon etwas peinlich… Aber naja, da hilft wohl alles nichts, da muss ich dann jetzt wohl ran…

 

Also, mal sehen, was hat sich bei mir seit Dezember denn alles so getan???

 

1. Umbaumaßnahmen im Haus meines Bruders

Da die bisherige Wohnung meines Bruders in die Hände neuer Eigentümer gefallen war, und er keine Lust hatte, ihnen den Kaufpreis mithilfe seiner Miete abzuzahlen, hatte er sich also auf die Suche nach einer neuen Bleibe gemacht, was bei dem aktuellen Wohnungsmarkt in Unterlüß eigentlich kein großes Problem war. Nachdem er im Internet recherchiert hatte, kam er auf seine neue Bleibe dann aber doch eher zufällig durch ein Gespräch während der Zugfahrt zur Arbeit nach Hannover. Bekannte von uns versuchten das Haus des verstorbenen Vaters zu verkaufen, und da Andreas ein Feuerwehrkamerad und ein Freund der Familie war, bekam er dann auch einen Freundschaftspreis und so erstand er sein neues Domizil. Eigentlich waren sich die beiden Parteien ziemlich schnell einig, aber dennoch warteten wir mit dem Startschuss für die Renovierung, bis das Geld überwiesen war. Und das war Anfang Februar der Fall. Dumm nur, dass er seine alte Bleibe bereits zum 1.März gekündigt hatte, das bedeutete nämlich, dass wir nur 4 Wochen hatten, das Haus zu renovieren. Also mussten wir ganz schön ranklotzen.

Zunächst einmal wurde ein Durchbruch vom ehemaligen Schlafzimmer zur ehemaligen guten Stube geschaffen, hier sollten danach ein gemütliches Ess- und Wohnzimmer geschaffen werden. Dann wurden Schlitze in die Wände gestemmt, da die gesamte Elektronik im Haus noch aus den 60er Jahren stammte und erneuert werden musste. Nachdem die neuen Kabel gezogen waren, Steckdosen und Lichtschalter vorbereitet waren, konnten die Schlitze wieder zugeschmiert werden. Nach einer gewagten Decken-Abhäng-Aktion im Ess- und Wohnzimmerbereich, konnten dann die Wände tapeziert werden und das Laminat verlegt werden, danach ging es daran, Möbel hin und her zu transportieren. Mit vereinten Kräften und vielen helfenden Händen gelang es uns tatsächlich die gesetzte Frist einzuhalten, und während am 27.Februar die letzten Bahnen Tapete im Wohnzimmer an die Wände kamen, wurden bereits die ersten Kisten aus der alten Wohnung in den Keller gebracht, so dass wir tatsächlich die alte Wohnung am 28.Februar komplett leergeräumt hatten und die Schlüssel an die neuen Eigentümer übergeben konnten. Danach waren wir alle aber ziemlich geschafft, aber auch unheimlich stolz auf unsere geleistete Arbeit!

Die ersten Tage im März waren dann seltsam leer, es fehlte die Arbeit, vor allem aber die Gemeinschaft, die in der Umbauphase entstanden war.

Aber trotzdem ist es gutes Gefühl, dass nun alles fertig war, die restlichen Arbeiten kann Andreas dann nach und nach noch erledigen, aber das Gröbste ist geschafft, und es fühlt sich gut an, etwas geschafft zu haben…

 

2. Berufliche Laufbahn

Nachdem ich von der Krankenkasse den Bescheid bekam, dass ich Mitte Mai ausgesteuert werden würde, geriet ich zunehmend wieder unter mehr Druck, was mir nicht wirklich gut tat. Aber ich hab es geschafft, mich beim Arbeitsamt zu melden und habe mit „meinem“ Arbeitsvermittler gesprochen, mit dem ich bereits im vergangen Jahr im Juni gesprochen hatte. Vom Missionswerk bekam ich dann die Mitteilung, dass ich mein 2.Examen noch bis Ende 2010 nachholen könne, kurz danach bekam ich dann einen Auflösungsvertrag zum Unterschreiben zugeschickt, der mein Arbeitsverhältnis zum 31.Mai aufhob.

Mit meinem Arbeitsvermittler hab ich mich entschieden, ab Juli einen Kurs in Kindertagespflege zu absolvieren. Damit kann ich dann später als Tagesmutter oder in einer Krippe arbeiten. Mein Plan ist aber schon, zunächst als Tagesmutter zu arbeiten und zwar bei meiner Cousine. Also werde ich dann ab nächstem Jahr auf meine Patenkinder aufpassen, während meine Cousine und ihr Mann arbeiten gehen, und dafür auch noch bezahlt werden. Ich habe mich für diesen Weg entschieden, weil ich immer wieder merke, wie gut mir die Kinder tun. Ich liebe sie alle drei, und sie geben mir das Gefühl, etwas wert zu sein. Vor allem Zoe hängt sehr an mir und natürlich weiß sie auch ganz genau, wie sie mich um den Finger wickeln kann, aber Grenzen müssen sein, und Zoe kommt auch nicht mit allem bei mir durch… Ich denke und hoffe, dass mir die Arbeit als Tagesmutter gut tun wird und mir wieder einen Sinn in meinem Leben geben wird, einen Halt, etwas für das es sich lohnt, morgens aufzustehen… Und diese Arbeit wird sicherlich ein guter Einstieg zurück in die Berufswelt für mich sein, das Gefühl gebraucht zu werden wird meiner Psyche sicherlich gut tun. Ich bin mir nun ziemlich sicher, das 2.Examen nicht mehr nachzuholen, denn allein der Gedanke an das Examen und an Kirche ruft bereits eine Panik-Attacke in mir hervor. Sobald ich an Kirche, Examen, Missionswerk oder Hermannsburg denke, bekomme ich Herzrasen, Übelkeit, Schweißausbrüche und mir wird schwindelig. Ich gerate sofort wieder unter Druck, fühle mich hilflos, dumm und minderwertig; ich fühle mich dann wertlos, unfähig, ein vollkommener Versager, der es nicht wert ist, dass man sich um ihn/sie sorgt. Selbst eine harmlose Einkaufsfahrt nach Hermannsburg ruft bereits diese Symptome in mir hervor, und es macht mich ein wenig traurig, denn schließlich habe ich dort ja auch viele gute Erfahrungen gemacht, Freundschaften geschlossen, zu denen ich nun aber keinen Zugang mehr habe, weil meine Scheiß-Psyche einfach dicht macht, weil ich mir selber einfach immer wieder im Weg stehe, und ich nicht weiß, wie ich mich selbst aus dem Weg räumen kann, ohne mich gleich wieder zu verletzen oder gar umzubringen… Wie kann man seinen Körper dazu zwingen, nicht solche Panik-Attacken zu bekommen, wo ist der Knopf, um ein schlechtes Gewissen (das zudem auch noch Lügen erzählt) einfach auszuschalten??? Wo ist der Ausweg, den ich gehen kann? Welche Tür soll ich nehmen, welcher Weg ist der Richtige und welcher der Falsche??? Und wie unterscheide ich den richtigen von dem falschen Weg???

 

3. Hochzeit meiner Schwester

Ab April waren wir so ziemlich alle mit der Planung und Vorbereitung der Hochzeit meiner kleinen Schwester mit ihrem Chris (meinem Lieblingsschwager), die am 05.Juni stattfand, beschäftigt. Es ging darum, unseren Garten für den Polterabend auf Vordermann zu bringen, denn der sollte traditionell im Elternhaus der Braut begangen werden, und zwar am 03.Juni. Nebenbei wurden Brautkleid und diverse andere Artikel für die Braut geordert und anprobiert. Auch der Bräutigam machte sich gemeinsam mit der Braut auf, um einen schicken Anzug zu ergattern. Natürlich mussten wir auch noch die perfekte Garderobe für uns suchen und finden, was zum Teil gar nicht so einfach war. Tischdeko und Blumensträuße wurden bei unseren Nachbarn (Blumengeschäft Meyerhoff) geordert, ebenso wie die Dekoration für den Polterabend.

Tja, und dann galt es ja auch noch, eine Hochzeitszeitung zu erstellen, und das wurde dann also meine Aufgabe. Nach wochenlanger Arbeit und Recherche konnte ich sie aber dennoch bereits zwei Wochen vor der Hochzeit fertigstellen, drucken und binden. Zwischendurch fand ich dann auch noch Zeit, ein Foto-Album für Carina mit Kinderbildern zu erstellen, indem ich Kinderfotos von ihr einscannte, ausdruckte und zuschnitt, um sie dann einzukleben. Das Foto-Album bekam sie dann von mir zu ihrem Geburtstag am 24.Mai. Ich glaube, dass sie sich sogar ein wenig darüber gefreut hat.

Tja, und dann rückte der Juni auch immer näher, und für uns eine sehr anstrengende und partyreiche Zeit. Am 24.Mai haben wir Carina’s Geburtstag in kleiner Runde bei uns gefeiert, am 30.Mai haben meine beiden Cousinen ihren 30.Geburtstag gemeinsam gefeiert, am 31.Mai hat mein Bruder in seinen Geburtstag hinein gefeiert, am 01.Juni haben wir bei uns die beiden Girlanden gebunden, und ab dem 02. Juni haben wir uns auf den Polterabend am 03.Juni vorbereitet. Leider war es Anfang Juni recht frisch in unseren Breitengeraden, am Mittwoch, als der Polterabend stattfand, war es vor allem ein eisiger, starker Wind, der dafür sorgte, dass viele Leute lieber zu Hause blieben oder sich nur kurz zum Poltern blicken ließen. Und so war bereits um 2 Uhr morgens Schluss, die letzten Gäste waren gegangen und wir konnten in unsere Betten fallen (was dem Einen oder der Anderen sehr entgegenkam…).

Am nächsten Morgen war dann das Aufräumen angesagt, das wir aber bis zum Mittag hin gut geschafft haben.

Und dann war der Freitag, der Tag der Hochzeit auch schon da. Wir haben uns alle herausgeputzt und standen dann ab 10.30 Uhr abfahrbereit bei der Haustür und warteten auf das bereits vor Wochen bestellte Taxi. Es wurde 10.35 Uhr, und wir standen noch immer dort, aber wir trösteten uns mit dem Gedanken, dass der Taxifahrer ja schließlich noch Tante Christel in Lutterloh aufgabeln sollte. Dann wurde es 10.45 Uhr, das Taxi war immer noch nicht da, aber wir wurden langsam doch ziemlich nervös, denn schließlich sollte die Trauung um 11.30 Uhr im Celler Schloss beginnen. Nicht nur, dass hier die Brauteltern standen und die Trauzeugin, sondern wir hatten sowohl den Brautstrauß und den Trauzeuginnenstrauß, als auch die Anstecker für Bräutigam und Trauzeuge dabei. Schließlich riefen wir bei dem Taxiunternehmen an, und tatsächlich, sie hatten uns vergessen, bzw. uns gar nicht auf dem Schirm gehabt. Aber der Taxifahrer versprach, sofort loszufahren, Tante Christel einzusammeln und uns alle rechtzeitig zur Trauung zu bringen. Schließlich kam das Taxi dann endlich bei uns an, wir verstauten alle unsere Sachen und los ging es in abenteuerlichem Tempo in Richtung Celle. Papa, der ganz vorne auf dem Beifahrersitz saß, sagte die ganze Fahrt über keinen Ton, ich fragte mich insgeheim, ob er das Bodenblech wohl schon durchgetreten habe. Während wir mit 150 Sachen die B191 langdonnerten und waghalsige Überholmanöver vor Kuppen und Kurven erlebten, telefonierte der Taxifahrer auch noch seelenruhig mit dem Handy… Aber er hat sein Versprechen eingehalten und uns Punkt 11.30 Uhr vor dem Celler Schloss abgesetzt. Schnell haben wir die Sachen in ein anderes Auto umgeladen, die Blumen verteilt, dann eilten wir auch schon gemeinsam mit allen anderen Gästen und dem Brautpaar ins Schloss.

Nach der Trauung fuhren wir dann zum Haus des neuen Ehepaares, um dort einen Sekt in Empfang zu nehmen, naja, oder bei einem Sektempfang gemeinsam anzustoßen… Auf jeden Fall gab es neben Sekt und O-Saft auch Kaffee und Schnittchen, ach ja, und natürlich die obligatorischen Aufstellungen für diverse Fotos. Aber leider war uns das Wetter an diesem Tag auch nicht besser gesinnt, als bereits beim Polterabend, und so bibberten wir entweder im Garten oder suchten Schutz im völlig überfüllten Haus. Mein Onkel und meine Tante kamen auf die glorreiche Idee, die Überbrückungszeit zu nutzen, um in den Baumarkt zu fahren, auf diese Weise könnten sie die 80 Kilometer Hin- und Rückfahrt nach Celle einsparen. Ich schloss mich ihnen an, denn ich fand die Vorstellung, in diesem Aufzug durch einen Baumarkt zu stöbern weitaus besser, als weiter im Garten zu frieren. Und so konnten andere Baumarkt-Kunden an jenem Tag drei Herrschaften in Abendkleidern dabei beobachten, wie diese 6 Gartenstühle aussuchten, auf einen Wagen luden und schließlich kauften. Das war schon ein Erlebnis!

So gegen 16 Uhr machten wir uns schließlich auf den Weg zum „Alten Schützenhaus“ in Westercelle, wo gefeiert wurde. Dort haben wir dann alle viel Spaß gehabt, sehr gut gegessen, getanzt, gespielt und gelacht. Es war eine sehr schöne Feier, und es war auch schön in die beiden strahlenden Gesichter von Carina und Chris zu sehen, die diesen Tag wirklich zu genießen schienen. Und so feierten wir glücklich bis in den Morgen hinein, aber nicht zu lange, denn schließlich ging unser „Feiermarathon“, den wir bis dahin in dieser Woche hinter uns gebracht hatten, am nächsten Tag noch in die letzte Runde, denn da feierte unsere Tante noch ihren Geburtstag.

Nach dieser anstrengenden Woche hatten wir alle erst mal eine kleine Verschnaufpause nötig.

 

4.Gesundheit

Die Zeit dazwischen vertrieb ich mir immer wieder mal mit diversen Arzt- und Zahnarztterminen, das Übliche also. Durch die Renovierungsarbeiten bei meinem Bruder hatte meine rechtes Ellenbogengelenk begonnen zu schmerzen, besonders nach dem Einkleistern der Tapeten, hinzu kamen diverse andere Verletzungen und wieder mal Zahnschmerzen… Meine Zahnärztin denkt bestimmt, dass ich ohne sie nicht mehr leben kann, und deshalb ständig bei ihr auftauche… Aber ich habe es tatsächlich geschafft, den ganzen April nicht einmal zu ihr zu fahren, das hat dann auch die Praxishelferin an der Anmeldung im Mai mit Erstaunen festgestellt, als sie die 10 Euro Praxisgebühr von mir kassierte…

Naja, und dann war da ja noch die Sache mit meinem Kopf: es war am 17.April, ich war, nachdem ich von meinem Therapeuten aus Nienhagen zurück war, auf mein Fahrrad gestiegen und noch zu meinem Hausarzt geradelt. Als ich von dort wieder zu Hause war, habe ich mein Fahrrad wie gewohnt im Stall abgestellt. Dann bückte ich mich, um das Band um mein Hosenbein abzumachen, das mein Hosenbein beim Fahrrad fahren davon abhalten soll, in die Kette zu kommen. Und als ich mich wieder aufrichtete, passierte es: ich knallte mit meinem Kopf volle Wucht gegen die Metallhalterung vom Regal, das direkt über den Fahrrädern hängt. Mir wurde schwarz vor Augen und alles drehte sich. Ich hangelte mich an der Wand entlang zur Haustür. Erst in der Küche bemerkte ich, dass ich blutete. Ich nahm mir ein Küchentuch und presste es auf die schmerzende Stelle an meinem Kopf, dann wankte ich die Treppe nach oben in mein Badezimmer. Dort legte ich mich erst mal auf den Fußboden und überlegt, was ich tun sollte. Ich war ganz alleine zu Hause, meine Eltern waren in Celle. Ich wartete, bis ich wieder klarer sehen und denken konnte. Was sollte ich tun? Mich erneut aufs Fahrrad setzen und zurück zu meinem Hausarzt fahren? Die halten mich doch für bekloppt, wenn ich da jetzt nochmal auftauche… Aber andererseits blutete die Wunde ziemlich… Mittlerweile presste ich einen Waschlappen auf die Wunde. Wie sollte ich denn mit dem Fahrrad zu meinem Arzt radeln, die ganze Zeit einen Lappen auf meinen Kopf pressend??? Sollte ich nicht vielleicht lieber das Auto nehmen??? Aber war das wirkliche eine gute Idee, mit einer Kopfplatzwunde Auto fahren??? Ich überlegte fieberhaft hin und her und entschied mich dann doch für das Auto. Die in der Praxis haben auch nicht schlecht gestaunt, dass ich schon wieder da war, und fragten mich, ob ich was vergessen hätte, aber dann zeigt ich nur ganz kurz meinen Kopf, und im nächsten Moment lag ich auch schon im Behandlungsraum und mein Hausarzt schaute sich meinen Kopf an. Dann musste ich erst mal eine Weile dort liegen und Kompressen auf die Wunde pressen (nicht, dass ich das bereits die letzten 30 Minuten in meinem Badezimmer getan hatte…). Danach entschied mein Hausarzt, dass er die Wunde zu kleben versuchen würde, anstatt sie zu nähen. Und so konnte ich dann eine halbe Stunde später die Praxis erneut verlassen.

Doch der Kleber hielt nicht, was er versprach, die Wunde begann weiter und weiter zu klaffen und zu suppen, was nicht wirklich schön war. So entschied mein Hausarzt gut eine Woche später, die Wundränder anzufrischen und zu nähen. Doch auch das führte nicht zum  gewünschten Ziel, denn nach dem Fäden ziehen, öffnete sich die Wunde gleich wieder und suppte munter weiter vor sich hin.

Und so suppte sie den ganzen Mai und den halben Juni, und schließlich überwies mich mein Hausarzt noch mal zum Chirurgen, der sich die ganze Sache anschauen sollte, und es auch tat, und dann befand, dass ein erneutes Ausschneiden und Anfrischen der Wunde mit einem weiteren Vernähen von Nöten sei, allerdings wollte er das ganze nicht in lokaler Betäubung geschehen lassen, sondern ließ mich dazu in eine Vollnarkose legen. Und das passierte gestern (25.Juni). Und so renne ich also seit gestern mit einem Kopfverband und üblen Kopfschmerzen durch die Gegend, denn schließlich sitzt das alles jetzt ja auf Spannung, weil sie ein Stückchen rausschneiden mussten, und dann alles zusammenziehen mussten zum Nähen. Morgen früh muss ich zur Wundkontrolle und ich hoffe, dass ich dann diese komische „Badehaube des DDR-Schwimm-Teams“ loswerde, denn so in etwa sieht das Ding auf meinem Kopf aus und fühlt sich auch so an… Wir werden sehen…

 

5. Computer

Seit einiger Zeit beschleicht mich der Verdacht, mein Computer leidet an Gedächtnisverlust, und das aus folgendem Grund:

Ich hatte einen wirklich tollen HP Drucker, der Scanner, Kopierer und Drucker in einem war, allerdings war er ein ziemlicher Brocken… Aber er hat immer gut funktioniert und mir immer treu Dienste geleistet. Dann habe ich mir im März 2006 ein neues Notebook der Marke „Medion“ geholt, wobei der Vorgänger von derselben Firma war. Ich schloss also meinen alten Drucker an meinen neuen Computer an und alles lief wie geschmiert, ich konnte mich nicht beklagen. Eines Tages dann allerdings, ungefähr zwei Jahre später, also im März 2008 erkannte mein Computer den Drucker nicht mehr oder umgekehrt… Ich gab Druckbefehle, die nie bei dem Drucker ankamen. Kopieren und scannen funktionierte aber noch tadellos. Ich saß Tag und Nacht an diesem Problem, aber die beiden wollten nicht mehr miteinander reden. Dann sah ich beim Einkaufen ganz zufällig einen günstigen Drucker. Er war ebenfalls von HP, ein Photosmart Drucker, der ebenfalls scannen und kopieren kann. Ich kaufte ihn spontan und er verstand sich auch auf Anhieb gut mit meinem Notebook. Ich habe dann noch die Software installiert und alles war prima. Doch dann, einige Zeit später, bemerkte ich, dass mein Computer jedes Mal, wenn ich den Drucker erst später einschaltete, um etwas zu drucken, die Software neu installierte und ich mittlerweile zig Kopien des Druckers installiert hatte. Es ist, als ob mein Computer an Alzheimer leidet und vergessen hat, dass er den Drucker bereits kennt und die Software bereits installiert ist. Jedes mal, wenn ich den Drucker nachträglich einschalte, denkt mein Computer, dass dort ein neuer Drucker ist, sucht sich automatisch die Software und installiert sie neu. Und jedes Mal will er, dass ich mein Produkt bei HP registriere. Ich weiß nicht, wie oft ich den Drucker schon habe registrieren lassen, aber die bei HP denken bestimmt, dass ich eine kleine Meise habe, weil ich immer und immer wieder denselben Drucker registrieren lasse. Aber was soll ich machen, wenn mein Computer an Gedächtnisschwund leidet??? Hat da vielleicht jemand einen Tipp für mich? Wie bringe ich meinen Computer dazu, den Drucker nicht immer wieder als neuen Freund anzusehen, sondern als bereits festen Bestandteil unseres Teams???

 

So, ich denke, das reicht erst mal wieder als kleiner Einblick in mein verwirrtes Leben, jetzt wisst ihr wenigstens, dass ich noch lebe, und was ich in den vergangenen sechs Monaten so getrieben habe. Freue mich übrigens immer noch und weiterhin über Einträge in meinem Gästebuch!!!

 

So long,

 

Krischi